Hürdenläufer Adrien Deghelt im Halbfinale

Adrien Deghelt hat sich bei den Olympischen Spielen in London für das Halbfinale bei den 110 m-Hürden qualifiziert. In der 4X400 m-Staffel der Herren gibt es eine Personaländerung und Bahnradfahrerin Jolien D’Hoore ist auf Erfolgskurs.

Der belgische Hürdenläufer Adrien Deghelt hat sich am Dienstag für das Halbfinale des 110 m-Laufs qualifiziert.

In seinem Vorlauf wurde er Dritter in einer Zeit von 13“52. Damit lag der 27jährige nur knapp unter seiner persönlichen Bestleistung von 13“50, die er erst vor einem Monat bei der Nacht der Athleten in Heusden-Zolder in der flämischen Provinz Limburg erreicht hatte.

Deghelt kam gut aus den Startlöchern und lag bereits auf halbem Wege auf Platz 5. Danach schnellte er weiter nach vorne und kam als 3. über die Ziellinie, was ihm direkt die Teilnahme am Halbfinale am Mittwoch brachte.

Bultheel ersetzt Bouckaert in der Staffel

Jente Bouckaert kann ein Kreuz über seine Olympischen Spiele machen. Der 22jährige verletzt sich bei den Vorbereitungen der Staffel auf London in Nizza am Fuß und diese Verletzung ist noch nicht ausgeheilt.

Die Ärzte rieten ihm, die 4x400 m-Staffel nicht zu laufen und so muss Hürdenläufer Michael Bultheel jetzt für ihn einspringen.

Das bedeutet, dass die Staffel bei den Vorläufen am Donnerstag aus den Zwillingsbrüdern Kevin und Jonathan Borlée, aus Nils Duerninckn aus Antoine Gillet und aus Michael Bultheel bestehen wird. Bultheel wird dabei wohl die Reservebank hüten.

Omnium: Jolien D’Hoore bleibt Fünfte

Die Bahnradfahrerin Jolien D’Hoore hat bei der individuellen Verfolgung im olympischen Omnium in London den achten Rang erzielt und steht vor dem 500 m-Zeitfahren weiter auf dem 5. Gesamtplatz, denn auch im Scratch wurde sie 5.

Die individuelle Verfolgung ist nicht gerade D’Hoores Spezialität und doch legte sie die Distanz nach einer hervorragenden Schlussphase in 3‘41“495 zurück und verbesserte damit ihren eigenen belgischen Landesrekord, den sie in diesem Jahr bei der WM in Melbourne erreichte. Bei der Weltmeisterschaft wurde sie Neunte.

Ihr erklärtes Ziel im Omnium von London ist Platz 10, doch vielleicht sorgt sie ja für eine Überraschung.

Belete trotz Landesrekord nicht im Finale

Almensch Belete, die aus Äthiopien stammende belgische 5.000 m-Läuferin, hat sich in London nicht für das Finale qualifizieren können. In ihrem Vorlauf wurde sie nur 11. Da reichte auch der von ihr hier erzielte neue belgische Landesrekord nicht für mehr.

Belete lief die Distanz in 15‘10“24 und verbesserte damit den schon acht Jahre alten Landesrekord von Fathiha Baouf, der damals bei 15‘15“58 gelegen hatte.

Im vergangenen Jahr, damals hatte Almensch Belete noch die äthiopische Staatsangehörigkeit, war sie noch schneller auf der 5.000 m-Distanz. Ihr persönlicher Rekord liegt eigentlich bei 15‘03“63 und damit hätte sie die Qualifikation geschafft…

Triathlet Simon De Cuyper wurde 26.

Simon De Cuyper hatte vor den Spielen noch von einem 16. Gesamtrang geträumt, doch am Donnerstag kam er "nur“ als 26. ins Ziel.

Enttäuscht war der belgische Triathlet nach Ablauf des Rennens aber nicht: "Ich bin sicher nicht enttäuscht. Es war ein sehr schweres und schnelles Rennen und ich habe echt alles gegeben. Im Schwimmen war ich besser als mein eigentliches Niveau und im Laufen, ich bin kein guter Läufer, habe ich einige Konkurrenten überholen können.“

Beim Radfahren blieb De Cuyper in einer Verfolgergruppe dicht hinter den Führenden. Letztendlich kam der Belgier 3’35 hinter dem Gewinner, dem Briten Alistair Brownlee (1.16’25), ins Ziel.

Dressurreiterin Claudia Fassaert machte zu viele Fehler

Claudia Fassaert ist auf ihren Pferd Donnerfee nicht gelungen, sich für das Finale der Dressurreiter in London zu qualifizieren. In der Kombination machte sie einige kleine Fehler, die ihr in der Endabrechnung teuer zu stehen kamen, denn sie fiel aus der Gruppe der besten 18, die ins Finale einziehen dürfen.

Eigentlich hatte Claudia Fassaert auf Donnerfee ihr Ziel erreicht, denn vor dem Finale im Grand Prix Spécial bei den Olympischen Spielen stand sie auf Platz 21.

Und eigentlich war auch das Finale der letzten 18 greifbar nahe, doch trotz einer recht guten Dressur blieb die Fehlerquote zu hoch für den Endspurt auf die Medaillen.

Die Dressur lieferte ihr eine Punktzahl von 70,095 %, was etwas schlechter war, als in der ersten Runde und damit war die Endrunde dahin.