Keine Medaillen für die Borlée-Zwillinge

Kevin und Jonathan Borlée ist es am Montagabend nicht gelungen, beim Finale der 400 m-Läufer in London olympisches Edelmetall zu holen. Sie kamen auf den 5. und 6. Platz. Elodie Ouedraogo verpasste die Qualifikation zum Finale der 400 m-Hürden nur um eine hundertstel Sekunde.

Die Borlée-Zwillinge haben es nicht geschafft, bei ihrem Finale auf den 400 m eine Medaille zu holen. Beide hatten offenbar nicht ihren besten Tag und nach dem Halbfinale wurden ihnen ungünstige Bahnen zugewiesen: Bahn 2 für Jonathan und die Außenbahn für Kevin.

Beide waren etwas zu langsam gestartet und kamen schnell in aussichtslose Positionen. Beide versuchten noch Anschluss an die drei Spitzenläufer zu halten, doch das gelang ihnen nicht. Kevin Borlée wurde 5. mit einer Zeit von 44“81 und sein Bruder kam auf den 6. Rang in 44“83.

Beide waren von sich und ihren Leistungen enttäuscht. Kevin gab einen taktischen Fehler beim Start zu und Jonathan verwies auf eine leichte Zerrung am rechten Oberschenkel, die ihn bereits im Halbfinale behindert hatte. Jetzt liegt die Hoffnung bei der 4x400 m-Staffel Ende der Woche.

Gold gewann der erst 19jährige Kirani James aus Grenada und Silber und Bronze gingen an Luguelin Santos und Lakonde Gordon.

BELGA

Elodie Ouedraogo: Persönlicher Rekord, verpasstes Finale

Elodie Ouedraogo (Foto) hatte sich ihre beste Leistung für das Halbfinale im 400 m-Hürdenlauf aufgespart. In einer Zeit von 55“20 wurde sie Vierte und verbesserte gleichzeitig ihren persönlichen Rekord, womit sie eines ihrer großen Ziele für Olympia in London erreicht hat.

Schade ist allerdings, dass sie das Finale nur um eine 100stel Sekunde verpasst hat. Damit verfehlte sie nur knapp die Nachnominierung über die besten Verliererinnen. Eine Chance blieb noch, nachdem zwei Teilnehmerinnen von der Wettkampfjury disqualifiziert wurden, doch diese Disqualifizierungen worden im Nachhinein wieder zurückgezogen und so war dieser Lauf für Elodie Ouedraogo wohl auch einer ihrer letzte, denn die Athletin will am Ende der Saison ihre aktive sportliche Laufbahn beenden.

Mit ihren Spielen ist sie denn noch zufrieden, auch wenn ihre Vorläufe eher mäßig waren: "Ich habe zu mir gesagt: Genieße doch, dass du mit den besten Sportlern der Welt laufen kannst! Und jetzt bin ich hoch zufrieden.“

Hockey-Damen verlieren auch das letzte Gruppenspiel

Die "Red Panthers“ haben am Montagabend auch ihren letzten Wettkampf verloren. Gegen Südkorea hieß es am Ende 3:1 und die Hockeyspielerinnen gingen gesenkten Hauptes vom Platz. Schwer enttäuscht nehmen es die "Red Panthers“ in ihrer letzten olympischen Begegnung am Freitag gegen die USA auf. Dabei geht es dann um Platz 11.

Judo: Van Tichelts Gegner war gedopt

Judoka Dirk Van Tichelt kehrt sicher mit gemischten Gefühlen von den Olympischen Spielen in London nach Hause. Nach einer Dopingprobe kam heraus, dass sein Gegner in der Klasse bis 73 kg, der US-Amerikaner Nicholas Delpopolo gedopt war. Das IOC konnte ihm Substanzen von Cannabis im Urin nachweisen. Ob das allerdings leistungsfördernd war, sei dahin gestellt. Und doch weiß auch Dirk Van Tichelt, dass er es selbst in der Hand hatte. Er hätte einfach besser kämpfen sollen, wie sein Trainer nach der Dopingmeldung zu Delpopolo sagte.

Die Reitsportler Lansink und Wathelet sind im Finale

Nach den eher bescheidenen Leistungen der belgischen Reitsportmannschaft in fast allen Bereichen haben es Jos Lansink (auf Valentina van’t Heike) und Grégory Wathelet (auf Cadjanine Z) am späten Montagnachmittag geschafft, sich für das individuelle Finale der Springreiter am Mittwoch zu qualifizieren. Wichtiges Detail: Vor dem Finale wird der Punktestand auf null gesetzt!