Brand zerstört Läden in Brüsseler Fußgängerzone

Am Dienstagabend war in der Brüsseler Fußgängerzone Nieuwstraat ein großes Feuer ausgebrochen. Inzwischen ist das Feuer gelöscht und am heutigen Mittwoch ist die Einkaufsmeile teilweise wieder zugänglich. Das Feuer hat die Geschäfte H&M, Forever 21 und Hema schwer beschädigt. Schwer verletzt wurde niemand.

Die Mehrzahl der Geschäfte in der Nieuwstraat sind wieder geöffnet. Die Angestellten von H&M, von dem am schwersten beschädigten Geschäft, brauchen vorläufig allerdings nicht zur Arbeit erscheinen. Auch Forever 21 und Hema bleiben am heutigen Mittwoch wegen des Wasser- und Rauchschadens geschlossen.

Insgesamt sind rund 6.000 Quadratmeter Geschäftsfläche und Bauarbeitsgelände in Flammen aufgegangen. Ein penetranter Brandgeruch hat sich in der Nieuwstraat breit gemacht. Der Feuerwehr zufolge sei es keine vorsätzliche Tat gewesen. Brandstiftung wird also ausgeschlossen.

Rund 60 Feuerwehrleute löschten das Feuer. Die Rauchwolke war bis weit außerhalb des Zentrums zu sehen.

Umwohnende gerieten vorübergehend in Panik als zwei Explosionen zu hören waren. Es handelte sich wahrscheinlich um zwei Gasflaschen, die auf dem Gelände der Bauarbeiten hinter dem H&M-Geschäft explodierten. Das Feuer ist höchstwahrscheinlich auch auf der Baustelle hinter H&M ausgebrochen.

Sowohl der große Kleidervorrat in den Geschäften als auch das Material der Bauarbeiten erschwerten es den Feuerwehrleuten, das Feuer unter Kontrolle zu bekommen.

Ein großer Kran auf der Baustelle ist beschädigt und muss abgebrochen werden. Erst dachte man, dass die Nieuwstraat hierfür längere Zeit gesperrt werden müsse, aber letztlich war dies doch nicht nötig.

Das Feuer hat viele an die Katastrophe im Warenhaus Innovation Ende der 60er Jahre erinnert. Damals sind bei einem Feuer in dem Kaufhaus in der Nieuwstraat 323 Menschen umgekommen. Bei dem Feuer am Dienstagabend wurde zum Glück niemand schwer verletzt. Zwei Feuerwehrmänner haben sich beim Löschen des Brandes leicht verletzt. Die umliegenden Bewohner waren vorübergehend evakuiert und im nahegelegenen Metropole untergebracht worden bis sie gegen 1Uhr30 wieder nach Hause gehen durften.