Wieder mehr rituelle Beschneidungen

Die Zahl der rituellen Beschneidungen in unserem Land hat in den vergangenen fünf Jahren zugenommen. Das staatliche Institut für Kranken- und Invalidenversicherung (Riziv) wurde 2011 bei 25.286 Beschneidungen eingeschaltet. Das ergibt Gesamtkosten in Höhe von 2,4476 Millionen Euro. Das schreibt die französischsprachige Zeitung Le Soir am Freitag.

2006 wurde das Riziv bei 19.853 Eingriffen eingeschaltet. Im letzten Jahr wurde das Riziv bei 25.286 Eingriffen eingeschaltet. Das ist eine Zunahme von 21 Prozent.

In den vergangenen 25 Jahren soll einer von drei in Belgien geborenen Jungen beschnitten worden sein. Es gibt keine Statistiken über die Gründe von Beschneidungen: Medizinische, religiöse oder persönliche Gründe.

Le Soir fragte bei verschiedenen wallonischen und Brüsseler Krankenhäusern nach den Gründen der Beschneidungen. Aus den Umfragen ging hervor, dass 80 bis 90 Prozent der Eingriffe aus religiösen der kulturellen Gründen erfolgt.