Gay Pride in Antwerpen gegen Gewalt

Am Samstag fand in Antwerpen die erste Schwulen- und Lesbenparade der Stadt statt. Hunderte Homos und Heteros tanzten an den Scheldekais zu Technorhythmen, doch die Gay Pride hatte auch eine Message: Sie setzte ein Zeichen gegen Gewalt gegen Homosexuelle.

Zwischen die vielen feiernden Homosexuellen hatten sich auffallend viele Politiker gemischt, denn sie alle wollten ein Zeichen gegen die in letzter Zeit in Belgien immer häufiger vorkommende verbale und körperliche Gewalt gegen Schwule, Lesben und Transen setzen.

Nach einer Schweigeminute für die Opfer von Gewalt gegen Homosexuelle - in Lüttich war vor einigen Wochen ein Schwuler wegen seiner sexuellen Neigungen erschlagen worden - konnte dann aber die Parade starten.

Unter den anwesenden Politikern waren Antwerpens Bürgermeister Patrick Janssens (SP.A), der Stadtverordnete Ludo Van Campenhout (N-VA - vor kurzem noch Open VLD), die Grünenpolitikerinnen Freya Piryns und Mike Vogels, sowie Bundesinnenministerin Annemie Turtelboom. Nicht verschweigen sollte man allerdings, dass alle genannten Personen im Oktober an den Kommunalwahlen teilnehmen.

Nach der Parade, zu der auch mehrere Technotrucks gehörten, begann das Open Air-Festival Wave an der Schelde. Die Antwerp Pride findet ihren Abschluss am Sonntag mit dem Abschlussfest am Großen Markt in der Altstadt von Antwerpen vor dem Rathaus und der Kathedrale.