Tia Hellebaut scheitert an den 2 Metern

Der belgischen Hochspringerin Tia Hellebaut ist es bei den Olympischen Spielen in London am Samstagabend nicht gelungen, eine Medaille zu erzielen. Die Flamin aus Tessenderlo scheiterte an der 2 Meter-Höhe.

Die Olympiasiegerin von Peking ist in London Fünfte geworden. Tia Hellebaut, die nach ihrer zweiten Babypause noch keine 2 Meter gesprungen war, scheiterte eben an dieser Höhe. Für die Titelverteidigung hätte sie sogar 2,05 Meter springen müssen, doch daran dachte am Ende niemand mehr.

Die Alarmglocken schrillten eigentlich schon bei 1,93 Metern, denn dazu brauchte die mehrfache Welt- und Europameisterin bereits drei Anläufe. Bei 1,97 Metern hatte sie kein Problem, denn hier lief alles nach Erwartung. Danach war sie sogar eine Zeit lang auf Medaillenkurs, denn Bronze wäre drin gewesen.

Doch die 2 Meter waren eine zu hoch gelegte Latte, im wahrsten Sinne des Wortes. Auch wenn Hellebaut im Vorfeld das Gefühl hatte, diese Höhe schaffen zu können, war nicht mehr drin und das gab sie nach dem Springen auch unumwunden zu. Die Goldmedaille im Hochsprung gewann die Russin Anna Chicherova, die als einzige die 2,05 Meter schaffte und im gesamten Wettbewerb nur einen einzigen Fehlversuch hinlegte. Silber ging an die gut gelaunte amerikanische Entertainerin Brigetta Barrett, die 2,03 schaffte und Bronze an die zweite Russin in diesem Springen, Svetlana Shkolina, die ebenfalls 2,03 übersprang.

Tia Hellebaut, inzwischen 34 Jahre alt und zweifache Mutter, hat in London wohl ihre letzten Olympischen Spiele erlebt. Sie überlegt jetzt, ob sie noch ein Jahr Wettkampf dranhängen wird oder ob die ihre eindrucksvolle Karriere nach Olympia doch beenden wird. Doch nach ihrem Springen sagte die gegenüber der VRT-Sportredaktion Sporza, dass ein spontaner Entschluss nach Platz 5 in London wohl das Falscheste wäre, was man machen könnte…

Es bleibt wohl bei drei Medaillen

Es bleibt wohl bei der Silbermedaille von Lionel Cox im Sportschießen und den beiden Bronzemedaillen von Judoka Charline Van Snick und Laser Radial-Seglerin Evi Van Acker.

Am Sonntag, Schlusstag der Olympischen Spiele, gingen noch die Mountainbiker Sven Nys und Kevin Van Hoovels an den Start, doch die rechneten nach eigenen Aussagen nicht mit olympischem Edelmetall. Am Ende wurde Van Hoovels 19. und Nys gab 24 km vor dem Ziel weit abgeschlagen auf. Zuvor hatte er mit technischen Problemen zu Kämpfen, die ihn nach hinten warfen.

Allerdings haben die belgischen Sportler insgesamt recht gute Ergebnisse hingelegt. Mehrere von ihnen haben das Ziel des Belgischen Olympischen Komitees (BOIC), möglichst unter die besten Acht zu kommen, erreicht. Herausragend dabei waren mit Sicherheit, die Hockey-Herren auf Platz 5, der Zehnkämpfer Hans Van Alphen als Vierter und die junge Bahnradfahrerin Jolien D’Hoore, die hinter der Weltspitze im Omnium Gesamtfünfte wurde.