Kitesurfer trifft auf Rettungshubschrauber

Am Strand von De Panne ist es am Wochenende zu einem eher ungewöhnlichen Unfall gekommen. Ein tieffliegender Rettungshubschrauber berührte den Schirm eines Kitesurfers, der daraufhin abstürzte und sich Knochenbrüche zuzog.
Seaking am Strand (Archivfoto)

Der Kitzsurfer war gerade am Strand von De Panne an der belgischen Nordseeküste mit seinem Lenkschirm in die Höhe gegangen, als ein Rettungshubschrauber von Typ Seaking im Einsatz über die Szene hinwegflog. Dabei berührte er den Lenkschirm des Kitesurfers und dieser stürzte ins untiefe Wasser.

Der Sportler wurde von seinen Begleitern aus dem Wasser gezogen und in ein Krankenhaus gebracht. Der Mann hatte sich Knochenbrüche zugezogen. Zum Glück war er mit den Füßen zuerst auf den Boden am Strand im Bereich des Niedrigwassers aufgeschlagen. Andernfalls wären seine Verletzungen durchaus schwerer gewesen und er hätte vielleicht sogar ertrinken können.

Der Sportverein des Kitesurfers erwägt jetzt gegen den Hubschrauberpiloten Klage einzureichen, denn dieser flog angeblich zu tief. Allerdings befand sich der Seaking im Einsatz. Ein Kind war am Strand von De Panne vermisst worden und in einem solchen Fall rücken Rettungshubschrauber aus, um die vermisste Person am Strand oder am Meeresufer zu suchen.

Jetzt steht wohl auch auf juristischer Ebene die Frage im Raum: Wer hat Vorrang? Rettungshubschrauber im Einsatz für ein Menschenleben oder Risikosportler auf der Suche nach dem "Kick“?