Sitzung zur Sicherheit von Atommeilern

In Brüssel treffen sich am heutigen Donnerstag die Atomaufsichtbehörden von einem Dutzend Ländern. Im Zuge von Unterhaltsarbeiten am Reaktor 3 des Atomkraftwerks in Doel wurden mögliche feine Risse in einem Reaktorkessel festgestellt. Die belgische Atomaufsichtsbehörde (FANC) hat daraufhin alle Länder kontaktiert, die mit der gleichen Herstellerfirma gearbeitet haben.

Der Reaktorkessel in Doel stammt von einer Firma aus Rotterdam. Weltweit wurden rund 22 Atomkraftwerke von diesem Hersteller mit Kesseln beliefert. Die Mehrzahl befindet sich in den Vereinigten Staaten. Ein amerikanischer Vertreter nimmt deshalb auch an der Sitzung teil.

Er soll Informationen über den Kessel in Doel 3 einholen. Auch die EU-Kommission ist anwesend sowie sieben europäische Länder. Sie sollen sich zunächst einen technischen Bericht des Inhabers Elektrabel anhören, um danach untereinander Informationen austauschen zu können.

Jedes betroffene Land muss selbst entscheiden, ob seine Atomkraftwerke sicher genug sind. In unserem Land handelt es sich um Doel 3 und Tihange 2.