Ketnet muss ins Kabelangebot in Brüssel

Der flämische Kinderkanal der VRT Ketnet muss ins analoge Kabelangebot in Brüssel. Bislang herrschte in dieser Frage juristische Unsicherheit.

Der Provider Numéricable konnte den Kanal einfach aus seinem Angebot streichen. Minister Paul Magnette hat nun nach Protesten von niederländischsprachigen Brüsselern eine neue Bestimmung vorbereitet. Sein Kabinett hat das neue Reglement offenbar gegenüber der Brüsseler Nachrichtenseite brusselsnieuws.be bestätigt.

In dieser neuen Vorschrift erhalten alle Kanäle, die von einer Gemeinschaft abhängen, ein Statut des "must carry", was heißt, dass sie im analogen und digitalen Fernsehen angeboten werden müssen. In Brüssel ist ein Mindestangebot aus beiden Sprachgemeinschaften Pflicht.

Ketnet, das seit Mai ein separater Kanal ist und für den extra Platz im Kabelangebot gemacht werden musste, muss also im Kabel angeboten werden. Provider Numéricable hatte diesen Kanal im Mai von seiner Angebotsliste gestrichen, als Ketnet auf den dritten Kanal der VRT verlegt wurde. Es war also kein Platz mehr bei Numéricable im Kabel. Das gleiche Problem hatte sich übrigens auch schon mit dem dritten Kanal bei RTBF aufgetan.

Die neue Regelung muss noch vom Staatsrat und vom Parlament verabschiedet werden.