KBC schließt sich Klage gegen Facebook an

Die belgische Allfinanzgruppe KBC hat sich der internationalen Klage gegen Facebook angeschlossen. Die flämischen Tageszeitungen De Standaard und Het Nieuwsblad melden am Mittwoch, dass ein KBC-Investitionsfonds viel Geld mit Facebook-Aktien verloren hat.

Am 18. Mai 2012 war das soziale Netzwerk Facebook an die Börse gegangen, doch dieser mit Spannung erwartete und unter großer Anteilnahme der Medien Börsengang erwies sich als Flop. Nur drei Monate nach diesem spektakulären Börsengang ist die Facebook-Aktien heute gerade einmal halb so viel wert, wie am Eröffnungstag.

Das bedeutet auch, dass Anleger, wie in Facebook-Aktien investiert haben, Kapital verloren. Nach Angaben von De Standaard und Het Nieuwsblad verlor ein Investmentfonds der belgischen Banken- und Versicherungsgruppe KBC, genauer der KBC Asset Management-Fonds, rund 350.000 € auf diesem Weg.

Ende Juni hatte die KBC-Gruppe 23.600 Facebook-Aktien in ihrem Besitz. Falls die Gruppe diese Aktien noch immer in ihrem Portefeuille hat, dann dürften sich die erlittenen Verluste auf etwa 440.000 Dollar, bzw. 350.000 € beziffern lassen, wie aus den Angaben der amerikanischen Börsenaufsicht SEC ersichtlich ist.

Im Laufe der Zeit haben sich Investoren aus verschiedenen Teilen der (Finanz-)Welt dazu entschlossen, gemeinsam eine Klage gegen Facebook einzureichen. Man wirft Facebook vor, Investoren mit falschen und irreführenden Informationen im Vorfeld des Börsengangs beeinflusst zu haben.

Die KBC schließt sich dieser Klage jetzt an und erhofft sich damit die eingefahrenen Verluste zumindest teilweise auf juristischem Weg wieder einzufahren.