Sieben Minenräumer bei Explosion verletzt

Bei einer Explosion in einem Munitionslager in der belgischen Armeekaserne von Houhalen-Helchteren in der Provinz Limburg sind am Mittwochmorgen sieben Angehörige des Minenräumdienstes DOVO verletzt worden. Drei der Soldaten befinden sich in Lebensgefahr.
Krankenwagen vor der Kaserne in Houthalen-Helchteren

Nach Angaben eines Sprechers der Kaserne in Houthalen-Helchteren und von Bürgermeister Alain Yzermans (SP.A) sind sieben Soldaten des Minenräumdienstes DOVO beim Entladen von entschärfter Munition verletzt worden, als es zu einer Explosion kam. Vier Personen wurden schwer verletzt, wovon sich drei in Lebensgefahr befinden. Drei weitere Beteiligte erlitten leichte Verletzungen.

Alle Verletzten wurden mit Militärhubschraubern umgehend in die Spezialklinik für Verbrennungsopfer in Neder-Over-Heembeek gebracht.

Über die Ursache der Explosion, bei der das gesamte Munitionslager des Minenräumdienstes zerstört wurde, ist noch nicht viel bekannt. Ein Sprecher der belgischen Armee gab gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion an, dass sich beim Entladen von zu vernichtender Munition Schwarzpulver selbst entzündet haben könnte, was zu der verheerenden Explosion geführt hat.

Glücklicherweise brach im Zuge der Explosion kein Feuer aus, denn das Gelände, der Schießplatz „Pampa Range“ der belgischen Luftwaffe in Houthalen-Helchteren, ist durch das heiße Sommerwetter sehr trocken und leicht entflammbar. Im Laufe des Tages war alle eventuelle Gefahr gebannt.