Kinepolis expandiert wieder, auch nach Deutschland?

Der Inhaber von Kinosälen, Kinepolis, ist erneut dabei, zu expandieren. Das hat Direktor Eddy Duquenne am Donnerstag im Zuge der Berichterstattung über die Halbjahresergebnisse 2012 bekannt gegeben. Die börsennotierte belgische Kino-Kette denkt bei ihrer geplanten Expansion offenbar auch an Länder, in denen sie noch nicht vertreten ist, zum Beispiel Deutschland und die Niederlande.

"Nach einigen Jahren der internen Reorganisation können wir nun an eine Expansion der Gruppe denken", so Eddy Duquenne. "Zunächst besteht die Möglichkeit, in solchen Ländern zu wachsen, in denen wir bereits vertreten sind. Frankreich interessiert uns, aber auch Spanien".

Auf dem heimischen Markt ist die Kinepolis-Gruppe bereits Marktführer und es liege eine Behinderung des Zugangs zum freien Wettbewerb vor, heißt es.

Kinepolis wird sich aber nicht nur auf Länder beshränken, in denen es schon jetzt anwesend ist wie Belgien, Frankreich, Spanien, die Schweiz und Polen. Expandiert werden könne laut Duquenne "überall in Europa, wo mindestens ein Publikum von einer Million Kinogänger gefunden werden kann".

Kinepolis könnte sich also auch in Länder wagen, in denen die Gruppe nicht präsent ist wie die Niederlande oder Deutschland, obwohl letzteres Land eher als "schwieriger Markt" eingestuft wird.

Die Gruppe schließt hingegen aus, sich außerhalb Europas auszudehnen. Außerhalb Europas mache es keinen Sinn, heißt es, denn im Filmsektor sei es wichtig, den lokalen Markt zu begreifen.

Kinepolis sei eher auf "konservativem Expansionspfad" und man taste sich vorsichtig an die Möglichkeiten heran, betont Duquenne noch, der dem Familienunternehmen seit 2008 neuen Elan verschafft hat. So gebe es in dem von der Wirtschaftskrise getroffenen Spanien jede Menge Möglichkeiten, aber Kinepolis warte auf den richtigen Moment, um das richtige Zielobjekt zu kaufen, so Duquenne noch.