Einstieg als Freiberufler immer beliebter

Letztes Jahr haben 24.052 Menschen in Belgien begonnen, als Freiberufler ihren Unterhalt zu verdienen. Das ist 6 Prozent mehr als im Jahr 2010 und rund 36 Prozent mehr als im Jahr 2006. Das hat der Verband für Freiberufler und intellektuelle Berufe am Freitag auf Grundlage von Statistiken des staatlichen Instituts für Sozialversicherungen von Selbständigen bekannt gegeben.

Der Verband führt diesen Anstieg auf "die niedrige Konjunkturanfälligkeit und die relative Arbeitssicherheit " von freien Berufen zurück." Anwälte, Buchhalter, Ärzte und Architekten seien immer nötig, heißt es.

Zwischen 2006 und 2011 ging hingegen die Zahl der Berufseinsteiger in freien Berufen im Midizinsektor, also Ärzte Zahnärzte und Apotheker, zurück. Auch der Steuer- und  Immobiliensektor zählte weniger Berufseinsteiger im Freiberuf. Hier gab es vor allem weniger Buchhalter und Landvermesser. Der Verband weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass diese Berufe immer noch finanziell uninteressant seien. Außerdem konkurrierten einige freie Berufe im Wettbewerb mit Arbeitnehmern. 

Den meisten anderen freien Berufen wie Krankengymnasten, Pflegern, Psychologen, Immobilienmaklern und Übersetzern/-Dolmetschern geht es besser.

Über die Hälfte der Berufseinsteiger in freien Berufen versucht sein Glück in Flandern und die Mehrzahl startet den Job hauptberuflich. Unter den neuen Freiberuflern sind ungefähr gleich viele Frauen und Männer. Die meisten beginnen noch vor ihrem 35. Lebensjahr als Freiberufler.

Die Einsteiger in den freien Berufen machen etwas mehr als ein Viertel aller Selbständigen, die neu beginnen, aus.