Dinosaurierfund von französisch-belgischem Team

Paläontologen haben im südfranzösischen Dorf Velaux in der Nähe von Aix-en-Provence das Skelett eines Dinosauriers ausgegraben. Schätzungen zufolge soll das Skelett 75 Millionen Jahre alt sein. Das hat die Gemeindeverwaltung mitgeteilt. Die Ausgrabung erfogte in Zusammenarbeit zwischen der Universität von Poitiers und dem Königlich Belgischen Institut für Naturwissenschaften.

Mit den Arbeiten in Velaux hatte man bereits 2002 begonnen, allerdings äußerst diskret. Die Wissenschaftler wollten vermeiden, dass die Ausgrabungsstätte ausgeplündert wird.

Das ausgegrabene Skelett wird dem Atsinganosaurus velauciensis zugeordnet, eine seit 2010 bekannte Dinosaurierart. Der Gattungsname wurde von "atsinganos" abgeleitet, dem griechischen Wort für Wanderer, ein Hinweis auf die vermutete Migration dieser Art.

Über 70 Prozent des Skeletts wurde gefunden, allerdings fehlt der Schädel. Die Forscher wollen nun eine möglichst wahrheitsgetreue Rekonstruktion herstellen. Ersten Nachforschungen zufolge soll das Tier, ein Pflanzenfresser, ungefähr zwölf Meter lang gewesen sein und eher zart ausgesehen haben. Es hat ungefähr vor 75 Millionen Jahren gelebt.

Bevor das Fossil im Museum von Velaux ausgestellt wird, werden die Reste zunächst in Poitiers und Brüssel analysiert.