Terrorist Trabelsi bald frei?

Der Haftrichter in Hasselt hat am Freitag entschieden, den als Terroristen verurteilten Nizar Trabelsi unter strengen Auflagen frei zu lassen. Die Bundes-Staatsanwaltschaft hat dagegen Berufung eingelegt. Trabelsi muss deshalb vorerst im Gefängnis bleiben.

Eine definitive Entscheidung, ob der verurteilte Terrorist effektiv frei gelassen wird, soll in den nächsten zwei Wochen gefällt werden.

Die Vereinigten Staaten verlangen schon seit 2007 die Auslieferung Trabelsis, um ihn wegen Mitgliedschaft einer kriminellen Organisation, die es auf das Leben amerikanischer Bürger außerhalb der VS abgesehen hat, vor Gericht zu stellen.

Nach seiner Festnahme im September 2001 in Ukkel wurde Trabelsi in Brüssel zu 10 Jahren Haft verurteilt. Ihm wurde die Planung eines Anschlags auf den Militärstützpunkt Kleine Brogel zur Last gelegt. Vor einer möglichen Auslieferung an die USA musste er zunächst seine Strafe in Belgien absitzen.

Das hat Trabelsi inzwischen auch gemacht. Seine Anwälte zogen im September 2009 jedoch vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, um den Auslieferungsantrag anzufechten. Der Hof stellte sein Urteil aus bis er den Fall gründlich geprüft hat. Die Ratskammer von Hasselt findet nun, dass Trabelsi bis zur Urteilsverkündung frei gelassen werden muss.