Keine Bikini-Babes mehr bei Humo

Das flämische Wochenmagazin Humo hat eine Fotoserie von Festivalbesuchern im Bikini von seiner Webseite genommen. Das Magazin tat dies vor dem Hintergrund der jüngsten Debatte über subtilen Sexismus, schreibt die Zeitung De Standaard an diesem Wochenende.

Humo macht schon seit Jahren Fotoserien von "Bikini-Babes" auf Festivals und setzt sie auf seine Webseite. Die letzte Serie "Bikini-Babes bei Pukkelpop" sei jedoch die letzte, so De Standaard.

"In der Vergangenheit wurde das nie kritisiert", betont Wouter Van Driessche, der Chefredakteur von Humo in der Zeitung. "Wir wollten mit ihnen auch keinen Ärger machen."

Da sie jedoch durch die ganze Polemik plötzlich eine Wendung bekommen hätten, die nie das Ziel gewesen sei, habe Humo die Photos von den so genannten "Bikini-Babes" am Freitag von der Webseite genommen.

Die Debatte über Fotos von Mädchen im Bikini auf Sommerfestivals hatte die Autorin Kathleen Vereecken mit einem Kommentar in De Standaard ins Rollen gebracht. Seit Tagen wird das Thema in den sozialen Medien diskutiert.

Vereecken störte sich daran, dass Frauen "als Fleischware ausgelegt" und Gegenstand zahlreicher "Glossen" würden. Hierbei verwies sie auch auf die Dokumentation "Femme de la rue" über sexuelle Einschüchterung in Brüssel.

"Der Vergleich mit "Femme de la rue" ist total überzogen", so Van Driessche. "Plötzlich wird alles in einen Topf geschüttet." Der Humo-Chefredakteur ist der Meinung, dass die Fotos in der Debatte aus dem Kontext gerückt worden seien.

Und das Wort Bikini-Babe? "Da muss man nichts weiter dahinter vermuten, als eine offensichtliche Alliteration", so Van Driessche in De Standaard.