Linkebeek lehnt auch Wanderung von Gordel ab

Linkebeek hat am Donnerstag entschieden, die Wanderveranstaltung auf einer Strecke von 13 Kilometern durch die Gemeinde, nicht zuzulassen. Die Zustimmung der Radrundfahrt durch die Gemeinde wurde hingegen bestätigt. Das hat die Zeitung La Libre am Samstag geschrieben. Das ist ein zweiter sehr heikler Beschluss einer Gemeindeverwaltung mit französischsprachiger Mehrheit in einer flämischen Gemeinde rund um Brüssel.

Zuvor hatte sich bereits Sint-Genesius-Rode geweigert, die Radfahrer und Wanderer der flämischen Sportveranstaltung De Gordel in ihrer Gemeinde starten und ankommen zu lassen.

Für die Wanderung in Linkebeek habe der Veranstalter Bloso keine Genehmigung eingeholt. Dadurch könnten Sicherheitsprobleme auftreten, so der nicht ernannte Bürgermeister Damien Thiéry (FDF).

"Es stimmt, dass ich die Spaltung des Wahlkreises Brüssel-Halle-Vilvoorde nicht für gut befunden habe, aber die Spaltung ist beschlossen. Ich bin verpflichtet, mich zu fügen. Ich sehe aber nicht ein, warum ich mich auch noch unterwerfen soll. Die Veranstalter von De Gordel müssen die Regeln einhalten. Diese gelten auch für sie."

Der FDF-Politiker weist darauf hin, dass er ohne Genehmigung im Falle eines Unfalls nicht zur Verantwortung gezogen werden wolle.

"Ein Missverständnis"

Die Veranstalter von De Gordel, der politisch-sportlichen Wander- und Radveranstaltung, die den flämischen Charakter der Gemeinden um Brüssel herum hervorheben will, gehen davon aus, dass die Wanderung durch Linkebeek einfach stattfinden könne. Sie sagen, dass es sich um ein Missverständnis handele.

Ihnen zufolge hätten sie sehr wohl die Zustimmung für beide Touren, also Wander- und Radtour, erhalten. Es seien jedoch Probleme aufgetaucht, als die Wanderstrecke abgeändert wurde. Die Veranstalter von De Gordel würden sich so schnell wie möglich mit der Gemeinde beraten, hieß es. Sie hofften auch auf eine Schlichtung durch den Gouverneur von Flämisch-Brabant.

Der Koordinator der Gordel, Luc Peirlinck, mache sich deshalb keine Sorgen wegen der Entscheidung von Linkebeek, die die Wanderung durch die Gemeinde am 2. September verbietet.