Verleumdungsklagen meistens eingestellt

Acht von 10 Klagen, die wegen Verleumdung eingereicht werden, werden abgewiesen oder die entsprechenden Verfahren werden eingestellt. Die Zahl dieser Klagen steigt leicht in Belgien weiter leicht an, doch Gerichtsverfahren folgen meist nicht.

Verleumdung nennt man das Verbreiten von Lügen und Unwahrheiten über Personen. In Belgien kommt es in den meisten Fällen gar nicht erst zur Eröffnung eines Verfahrens, denn die Gerichte sind oft der Ansicht, dass andere Prioritäten vorliegen oder dass für die eingebrachten Anklagen nicht ausreichend Beweise vorliegen.

Von den 4.433 Klagen, die 2012 eingereicht worden sind und bei denen die entsprechenden Ermittlungen auch abgeschlossen wurden, sind 3.452 Fälle eingestellt worden, sprich 77,8 % der Vorgänge. In 38 dieser Vorgänge wurden die Verfahren mangels Beweisen niedergeschlagen, wie Bundesjustizministerin Annemie Turtelboom (Open VLD) auf eine entsprechende parlamentarische Anfrage antwortete.