Gordel: Organisation ist ok, trotz Polemik

Auf einer Pressekonferenz am Dienstag über die flämische Wander- und Radveranstaltung De Gordel, hat die Generalverwalterin der Veranstaltung, Carla Galle, ihr Bedauern über das politische Gezänk im Vorfeld der 23. Ausgabe dieser Rad- und Wanderveranstaltung geäußert. Sie hoffe, dass sich die Teilnehmer am Sonntag dadurch nicht abschrecken lassen und versichere, dass organisatorisch alles in Ordnung sei, damit die Sportveranstaltung ganz normal abgehalten werden könne.

Der flämische Sportminister Philip Muyters (N-VA) bezeichnete den Widerstand der Französischsprachigen gegen die Gordel als traurig.

Die französischsprachige Mehrheit in Sint-Genesius-Rode, einer Gemeinde mit Spracherleichterung, die an Brüssel grenzt, hatte sich dagegen ausgesprochen, die politisch-sportliche Wander- und Radveranstaltung Gordel in ihrer Gemeinde starten oder ankommen zu lassen. Ein Teil der Gordelstrecke wurde daraufhin umgelegt. Start- und Zielort sind jetzt etwa 800 Meter davon enfernt, in Alsemberg (Beersel). Am Bahnhof von Sint-Genesius-Rode werden Pendelbusse eingesetzt, damit die Teilnehmer zum neuen Startplatz in Alsemberg kommen.

Außerdem hatten sich die Französischsprachigen in der benachbarten Gemeinde mit Spracherleichterung, Linkebeek, geweigert, die Wanderung durch ihren Ort zuzulassen. Dem Bürgermeister Damien Thiéry (FDF) zufolge hätten die Veranstalter keine Erlaubnis für die Wanderstrecke bei der Gemeindeverwaltung eingeholt und deshalb könne er nicht für die Sicherheit der Wanderer garantieren.

Carla Galle sagte am Dienstag, dass dies ein Missverständnis sei, weil der Parcours auf einer Versammlung mit dem Polizeichef von Linkebeek im Juni besprochen worden sei. Damals habe man keine Einwände dagegen gehabt.

Galle hat Thiéry inzwischen einen Brief mit sämtlichen Argumenten zugesandt und betonte, sie rechne mit keinen Problemen am Sonntag.