Energie: Weniger Verbrauch, mehr Import

Im ersten Semester des Jahres ist der Stromverbrauch in Belgien im Vergleich zum Vorjahr um 1 % zurückgegangen. Erdgas wurde hingegen etwas mehr verbraucht. Vor allem die Industrie in Belgien verbraucht derzeit etwas weniger Energie.

Die großen Industrieunternehmen in Belgien spüren wohl auch die Krise und sind sparsamer geworden. Zahlen der Föderation der Netzverwalter für Strom und Gas in Belgien, Synergrid, belegen, dass die Industrie, die Großverbraucher wenn es um Energieverbrauch geht, im Vergleich zum Vorjahr im ersten Semester 2012 rund 3,4 % weniger Energie verbraucht hat.

Das ist unter anderem eine Folge des eher trägen Wirtschaftswachstums im Land. Am höchsten war Verbrauchsrückgang im Juni, als die Industrie 9,4 % weniger Gas benötigte, als normal. Die privaten Haushalte und die mittelständischen Unternehmen haben kaum weniger Energie genutzt (-0,2 %).

Allerdings zeigen die jüngsten Synergrid-Zahlen, dass der Erdgasverbrauch bei den Privathaushalten, im Bereich Dienstleistung und bei den mittelständischen Unternehmen zu Beginn des laufenden Jahres stark angestiegen ist. Durch die frostigen Temperaturen am Jahresanfang stieg der Erdgasverbrauch um nicht weniger als 13,6 %, was den Gesamtverbrauch im ersten Semester belgienweit um 1,9 % ansteigen ließ.

Synergrid bemerkt auch, dass der Import von Elektrizität aus dem Ausland in den ersten sechs Monaten des Jahres auf eine Rekordhöhe gestiegen ist. In Belgien wurde in diesem Zeitraum 44,8 % mehr Strom eingeführt, als im ersten Halbjahr 2011.