Kim Clijsters: Karriereende in New York

Die beeindruckende Karriere der belgischen Tennisspielerin Kim Clijsters ist zu Ende, zumindest im Einzelwettbewerb. Bei den US Open schied die 29jährige Flamin aus Limburg gegen die Britin Laura Robson aus und jetzt bleibt nur noch das Doppelspiel in ihrem letzten Wettbewerb.

Kim Clijsters hat ihre Begegnung mit der Britin Laura Robson, die erst 18jährige 85. der Tennisweltrangliste der Damen, bei den US Open verloren. Das Zweitrundenspiel endete in der Nacht zum Donnerstag in zwei Sätzen 6:7 und 6:7.

Kim Clijsters, die dieses Grand Slam-Turnier dreimal gewinnen konnte und die mehrmals die Nummer 1 der Weltrangliste innehatte, verabschiedet sich damit aus dem Tenniszirkus.

Schon vor einiger Zeit hatte die 29jährige Limburgerin angekündigt, dass sie ihre aktive Karriere nach den US Open definitiv beendet. Die Mutter einer Tochter hatte ihre Laufbahn bei ihrer Schwangerschaft 2007 schon einmal beendet, doch nach zwei Jahren kam sie wieder zurück und legte ein recht aufsehenerregendes Comeback hin.

Mittlerweile aber musste sich Clijsters eingestehen, dass ihr Körper die Anstrengungen nicht mehr mitmacht. Verletzungspausen dauerten immer länger und der sportliche Raubbau an ihrer Kondition ist auch nicht mehr wegzudenken.

1999 gewann Clijsters ihr erstes WTA-Turnier. Danach sammelte sie Preise und Titel wie kaum eine andere Tennisdame ihrer Generation, unter anderem gewann sie vier Grand Slam- und drei Masterturniere.

"Ich bin sehr stolz"

Kim Clijsters sagte nach der Partie gegen Laura Robson gegenüber der VRT-Sportredaktion, dass die Partie sehr intensiv gewesen sei und dass sie gewusst hatte, wie schwer dies würde: "Vor den US Open hatte ich eigentlich keine Verletzung und fühlte mich körperlich und mental fit, um das Turnier anzugehen. Doch auf diesem Niveau muss man das natürlich durchhalten. Man muss sich immer weiter pflegen.“

"Ich habe 20 Jahre lang auf hohem Niveau trainiert und gespielt. Dann wird es schwer. Vielleicht sendete mein Körper Signale aus, dass meine Spitzenzeit vorbei war“, schickte sie hinterher. "Ich bin stolz auf meine Karriere. Es ist schwer, nur einen Moment herauszupicken. Es waren so viele, manchmal kleine Ziele, die man erreichen konnte und die zufrieden machten. Ich hatte auch schlechte Augenblicke, doch danach kann man die anderen besser genießen.“

Jetzt will Kim Clijsters mit ihrer Tochter mal einfach so spazieren gehen, ausgiebig frühstücken und in Belgien Fußballspiele von Standard Lüttich schauen gehen. Ihr Schwager, Fußballprofi Jelle Van Damme, hat ihr nämlich zwei Dauerkarten für das Lütticher Stadion gegeben…