Zeebrügge: Deutsches U-Boot wird geborgen

Einige Denkmalschutzfreunde aus Flandern haben auf dem Gebiet des Hafens von Zeebrügge ein deutsches U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg entdeckt. Sie wollen das U-Boot jetzt bergen, um es beim 100. Jahrestag des Kriegsbeginns 2014 ausstellen zu können.

Das U-Boot liegt unter einer rund 10 Meter dicken Erdschicht und muss noch ausgegraben werden. Mit einem höchstempfindlichen Metalldetektor konnte das Wrack entdeckt werden, denn die Koordinaten der Denkmalschutzfreunde, die es bergen wollen, stimmen in etwa mit dem Punkt überein, bei dem der Detektor einen großen eisernen Gegenstand im Boden meldete.

Eigentlich wurden die Reste des deutschen U-Bootes schon 1980 entdeckt, als in diesem Hafenbereich umfangreiche Arbeiten stattfanden. Doch damals konnte oder wollte niemand etwas damit anfangen. Jetzt sieht die Sache anders aus und die Denkmalschützer, vier Privatpersonen, wollen es bergen und in Brügge ausstellen, wenn 2014 der 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegsgedacht wird.

Während dieses hier der "Große Krieg“ genannten Krieges war der Hafen von Zeebrügge einer der wichtigsten Standorte der deutschen Marine an der Nordseeküste. Von hier aus griffen die deutschen U-Boote Schiffe im Ärmelkanal an. Ziel dieser U-Boot-Angriffe war, Großbritannien zu isolieren, die Versorgung zu unterbrechen und dem Land Schaden zuzufügen. Doch im Laufe des Krieges zeigte sich die Royal Navy stark genug gerüstet, die Schiffe im Kanal zu schützen und die U-Boote des deutschen Kaiserreichs zu bekämpfen.

Am Ende des Ersten Weltkriegs versenkte die deutsche Marine dieses letzte U-Boot im Hafen von Zeebrügge, damit es nicht in die Hände der Alliierten fallen konnte. Danach verfiel es in einen fast 100 Jahre langen Schlaf in der Erde des Hafengebietes, dass sich im Laufe der Jahre stetig veränderte. Es wurde gebaut und gegraben, doch das deutsche U-Boot blieb wo es war. Bis jetzt, kurz vor dem 100. Jahrestag des Kriegsbeginns.