Lkw bremsen am 24. September Verkehr aus

Die Lkw-Fahrer und ihre Sympathisanten werden am Montagmorgen, 24. September, mit fünf Streik-Konvois in Richtung Brüssel den Verkehr "ausbremsen". Sie wollen mit der Aktion ihre Unzufriedenheit über das Sozialdumping ausdrücken, dem sie sich ausgesetzt sehen. Auf den Autobahnen E40 (von Lüttich und Gent aus), E19 (von Antwerpen und Nivelles) und E411 (von Namur) ist mit zähfließendem Verkehr zu rechnen. Das haben die Gewerkschaften angekündigt.

Die Organisatoren sind große belgische Gewerkschaften und eine französische, aber auch Arbeitnehmervertreter von Transportverbänden mehrerer europäischer Länder. Ihnen zufolge belagerten "osteuropäische Unternehmen - häufig Briefkastenfirmen - den Transportmarkt in Westeuropa mit Fahrern, die unterbezahlt" seien.

"Die osteuropäischen Fahrer, die selbst ausgebeutet werden, arbeiten oft für ein Drittel oder für die Hälfte des Gehalts eines westeuropäischen Kollegen. Folglich müssen die kleinen unabhängigen Unternehmen und die angestellten Fahrer die Rechnung hierfür bezahlen", sagen sie. Dieses Sozialdumping führe zu Pleiten und Stellenabbau.

Um gegen dieses Phänomen vorzugehen, fordern die Arbeiter des Transportwesens die Umsetzung mehrerer Maßnahmen wie gleichen Lohn für alle Fahrer, die im selben Land arbeiten, höchstens drei Transporte in der Woche, danach eine Rückkehrpflicht in die Heimat, verschärftes Vorgehen gegen Briefkästenfirmen und die Einführung eines Mindestlohns in Europa.

Ausgangsorte der fünf Konvois sind Lüttich, Antwerpen, Gent, Namur und Nivelles. 50 km vor der belgischen Hauptstadt werden die Fahrer ihre Fahrt auf 50 Stundenkilometer bis zu ihrer Ankunft auf dem Heizelgelände gegen 11 Uhr 30 verlangsamen. Dort werden mehrere Kundgebungen abgehalten.