Das ändert sich am 1. September

Lehrkräfte, Katzen, Glühbirnen oder noch Rettungswagen: Für sie alle ändert sich etwas am 1. September, weil neue Gesetze oder andere Vorschriften in Kraft treten.

In Flandern bedeutet der Schulanfang in diesem Jahr, dass die Eltern tiefer in die Tasche greifen müssen, um den Schulbeitrag zu leisten. In der Vorschule verteuern sich die Kosten um 45 Euro. In der Primarschule steigen sie um 10 Euro auf insgesamt 70 Euro. Auch für mehrtägige Ausflugsreisen zahlen flämische Eltern nicht mehr nur 360 sondern inzwischen 400 Euro.

Vier Monate Elternschaftsurlaub im Unterrichtswesen

Lehrkräfte im flämischen Unterrichtswesen haben ab jetzt Anspruch auf vier Monate Elternschaftsurlaub. Allerdings wird die Zeit für eine Laufbahnunterbrechung im Lehramt von 72 auf 60 Monate herabgesetzt.

Heraufgesetzt wird allerdings das Alter, ab dem die flämischen Lehrkräfte Anspruch auf Frühpension haben. Außer bei mehr als 28 Dienstjahren als Lehrkraft gilt nicht mehr 50 sonder 55 Jahre als Mindestalter.

Glühbirne ade!

Ab dem 1. September werden keine klassischen Glühbirnen mehr verkauft. Die letzten noch erlaubten Glühbirnen von 25 und 40 Watt werden aus dem Verkehr gezogen. Europäische Verbraucher können sich ab sofort entweder für Sparlampen, Fluokompaktlampen, LED-Leuchten oder Halogene entscheiden.

Belgische und luxemburgische Rettungswagen dürfen über die Grenze

Seit dem 1. September dürfen die Rettungswagen aus Belgien bzw. aus dem Großherzogtum Luxemburg über die Grenze des Nachbarlandes fahren. Die Maßnahme soll eine bessere Versorgung der Kranken garantieren. Bislang musste ein Pflegebedürftiger häufig länger warten, wenn er einen Krankenwagen aus seinem eigenen Land als aus dem Nachbarland rief.

Baunternehmen nicht länger registriert

Das seit 1978 geltende Registrierungssystem für Bauunternehmer ist ab dem 1. September nicht länger in Kraft. Damals war die Maßnahme zur Bekämpfung von Schwarzarbeit im Bausektor eingeführt worden.

Weil die europäischen Behörden die Maßnahme als wettbewerbsstörend betrachten, wird sie jetzt abgeschafft.

Für Privatkunden stellte die Registrierung eine Garantie für die Seriosität eines Bauunternehmers dar. Eine Rechnung von einem registrierten Unternehmen galt auch als Beleg für die Anfrage einer Steuererleichterung.