Holocaust-Memorial in Mechelen eröffnet

Flanderns Minister-Präsident Kris Peeters (CD&V) und Mechelens Bürgermeister Bart Somers (Open VLD) haben am Dienstag die Holocaust-Gedenkstätte an der Dossin-Kaserne in Mechelen eingeweiht. Der Museumsplatz wurde erneuert und das neue Museum eröffnet.

Die Dossin-Kaserne in Mechelen gehört zu den dunkelsten Orten der belgischen Geschichte. In der Dossin-Kaserne wurden die meisten in Belgien verhafteten Juden während des Zweiten Weltkrieg versammelt, um von hier aus in die Konzentrationslager im Osten Europas deportiert zu werden. Seit 2005 hat hier das Jüdische Museum für Deportation sein Zuhause.

Mit dem jetzt eröffneten Haus "Dossin Kaserne: Gedenkstätte, Museum und Dokumentationszentrum über Holocaust und Menschenrechte“ wird ein neues Kapitel in dieser Geschichte aufgeschlagen.

"Mechelen ist eine Stadt, die sich nicht länger vor der dunkelsten Periode ihrer Geschichte abwendet. Sie nimmt diese Geschichte mit einem offenen Geist auf“, sagte der Bürgermeister der Stadt, Bart Somers, bei der Eröffnung am Dienstagnachmittag. Das Memorial hat sich zur Aufgabe gemacht, ein Ort zu werden, an dem den Opfern der Deportationen gedacht werden kann und an dem an sie erinnert wird.

"Dies ist ein Ort, der angesichts des unmenschlichen Vorgehens während des Zweiten Weltkriegs anrühren soll. Dieser Platz und dieses Memorial müssen der Welt zeigen, dass wir dafür stehen, dies nicht zu vergessen“, sagte Flanderns Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) in seiner Ansprache.

Die Eröffnung der Gedenkstätte fand an einem symbolischen Datum statt, am 4. September. An diesem Tag im September 1944 wurde die Dossin-Kaserne von den Alliierten befreit. Damals konnten britische Soldaten 490 Insassen, die auf ihre Deportation warteten, die Freiheit zurückgeben. Im November 2012 wird auch das neue Museum an der Dossin-Kaserne eröffnet werden.

Die neu gestaltete Webseite der Gedenkstätte www.kazernedossin.eu bietet auch in deutscher Sprache eine Fülle an Informationen.