Kontrollen: Implantate sollen sicher werden

Belgiens Gesundheits-Ministerin Laurette Onkelinx (PS) hat eine neue Regelung bestimmt, über die die Qualität der in Belgien genutzten Implantate verbessert werden soll. Nach dem Skandal über Brust-Implantate schlechter Qualität bestand Handlungsbedarf.

Vor einiger Zeit sorgte ein Skandal über die schlechte Qualität von Brustimplantaten, der von Frankreich aus auch nach Belgien fand, für Schlagzeilen. Brustimplantate der Marke PIP sorgten nach Rissen und auslaufender Flüssigkeiten für Gesundheitsprobleme bei den Trägerinnen.

Offenbar bestand im Bereich Qualität von Implantate Handlungsbedarf und jetzt legt Bundesgesundheitsministerin Laurette Onkelinx (kleines Foto) einen Plan vor, mit dem die Qualität verbessert und ständig kontrolliert werden soll. Ab Oktober 2012 müssen die Daten von allen in Belgien genutzten Implantaten registriert werden. In diese Datei sollen auch die Angaben der Patienten, die Implantate eingesetzt bekamen, und auch die zu den Ärzten, die entsprechende Eingriffe ausführten, erfasst werden.

Patienten, die Implantate tragen, erhalten in Zukunft eine Chipkarte, auf denen ihre Daten gespeichert sind, so dass bei Problemen behandelnde Ärzte darauf zurückgreifen können. Die Ministerin wird zudem rund 40 zusätzliche Kontrolleure einstellen, die zufällige aber zielgerichtete Kontrollen bei Ärzten oder bei Schönheitsinstituten durchführen sollen. Doch beschränkt sich diese neue Regelung nicht nur auf Implantate im Bereich Schönheitschirurgie, sondern auf den gesamten Bereich von künstlichen Implantaten, z.B. auch auf Prothesen als Knochen- oder Gelenkersatz.