Prostituierte klagen beim Staatsrat

16 Brüsseler Prostituierte klagen beim Staatsrat, dem höchsten Verwaltungsgericht Belgiens, gegen die Geldbußen, die sie in der Umgebung des Flämischen Theaters (KVS – Koninklijke Vlaamse Schouwburg) erhielten. Seit Anfang Juni verteilt die Polizei hier Ordnungsstrafen.

Im Alhambraviertel rund um das Theatergebäude sorgt ein illegaler Straßenstrich für eine erhebliche Belästigung der Anwohner. Deshalb hat die Brüsseler Stadtverwaltung Geldbußen eingeführt um Prostituierte, Zuhälter und Kunden abzuschrecken.

Wer zum Beispiel Lärm verursacht, Bierdosen auf die Straße wirft oder extrem langsam an den Prostituierten vorbeifährt, um diese zu begutachten oder anzusprechen, der riskiert eine solche Geldstrafe in Höhe von 250 Euro. Bisher wurden bereits 225 solcher Ordnungsstrafen verhängt.

Die Prostituierten wollen das nicht länger hinnehmen und klagen deshalb gegen die Maßnahme beim Staatsrat. Der muss jetzt urteilen, ob diese Brüsseler Ordnungsstrafen rechtswidrig sind oder nicht.