Bpost: Pilotprojekt mit gesammelter Post pro Adresse

Die belgische Post Bpost wird in Kürze ein Pilotprojekt durchführen, in dem die Post pro Adresse gesammelt ausgetragen wird. Mehrere tausend Familien in Mechelen und Verviers werden ihre persönlich adressierte Post zusammen mit Gedrucktem in einer einzigen offenen Mappe empfangen. Damit soll die Arbeit der Postboten effizienter werden.

Wird das Projekt positiv angenommen und stehen die Sortiermaschinen beizeiten zur Verfügung, wird das Projekt ab 2016 auf nationale Ebene ausgeweitet. Täglich werden dann rund 4 Millionen Postmappen verteilt.

Bpost will damit eine Vorreiterrolle spielen. "Unseren Informationen zufolge gibt es keinen einzigen anderen Operateur, der auf diese Art und Weise arbeitet", erklärte das Mitglied des Direktoriums Kurt Pierloot am Montag auf einer Pressekonferenz. Da es hierfür noch keine speziellen Sortiermaschinen gibt, müssen die Postboten während des Pilotprojekts das Sortieren der Post in die verschiedenen Mappen selbst übernehmen.

Am 13. September werden 1.500 Familien in Mechelen (Provinz Antwerpen) ihre Post gesammelt in einer Mappe empfangen. Am 19. September ist Verviers (Provinz Lüttich) an der Reihe. In der dritten und vierten Oktoberwoche wird das Projekt auf 3.400 Familien in der Region ausgeweitet. "Ziel ist, zu gucken, welche operationellen Problemen es gibt und wie der Kunde reagiert", sagt Pierloot.

Das Bündeln der Post hat mehrere Vorteile: Die Runden der Postboten könnten effizienter gestaltet werden und wären damit auch schneller. Die offenen Mappen sollen auch mit Informationen (Wetterbericht, lokale Veranstaltungen,...) und Werbung versehen werden, was zusätzliche Einkünfte einbringen soll. Langfristig könnte Bpost die Werbung sogar auf die Kunden abstimmen.

Zu Finanzdetails hinsichtlich des Projekts wollte das Unternehmen Bpost nichts sagen.