Angekettet für die Umwelt in Hasselt

Mehrere Umweltaktivisten haben sich am Dienstagmorgen am Eingang der Investitionsgesellschaft LRM in Hasselt angekettet. Sie protestieren damit gegen die Pläne des Unternehmens einer Methangas-Rückgewinnung aus den verlassenen Steinkohleminen. Die Polizei ist vor Ort, musste aber zunächst noch nicht einschreiten.

Am Dienstagmorgen ketteten sich sechs Aktivisten am Eingang von LRM an. Auf diese Weise war der Parkplatz nicht mehr zugänglich.

"Wir demonstrieren gegen den Plan von LRM, um Gas aus den Steinkohleschichten in Limburg zu gewinnen", lautet die Erklärung von Jan Slangen, dem Sprecher der Aktivisten. "Gas ist ein fossiler Brennstoff, welcher für die Stromerzeugung verbrannt werden soll und das müssen wir mit aller Kraft verhindern. Die Testbohrungen sollen zudem ohne jegliche Rücksprache mit der Limburger Bevölkerung erfolgen, obwohl es hier viele offene Fragen zur Sicherheit und zu den Auswirkungen auf die Umwelt gibt.  Wir kritisieren den Mangel an Transparenz und wollen eine Diskussion in Gang setzen."

"Wir gehören zu einer Gruppe, die extra für diese Aktion zusammengestellt wurde", so Slangen noch. "Einige von uns sind Hausbesetzer, die in Hasselt wohnen, andere von uns haben eine ganz andere Geschichte."

LRM reagiert erstaunt: "Jeder normale Mensch geht zunächst ans Telefon und führt ein Gespräch am Tisch, wenn ihm etwas nicht passt", so Jeffrey Alenus, der Sprecher des Unternehmens.  "Wir sind hierzu bereit, aber ohne Erfolg. Ihre inhaltliche Argumentation ist übrigens falsch. Sie sind schlecht vorbereitet."