Auch Könige brauchen Personalausweis

Nach Jahren bekommt das belgische Königshaus endlich wieder einen neuen gültigen Personalausweis. Das schreibt die Zeitung De Morgen.

Es steht nicht im Gesetz, aber es ist so üblich in Belgien: Der König und die Königin hatten stets drei verschiedene Versionen von ihrem Personalausweis - eine Version auf Niederländisch, eine auf Französisch und eine auf Deutsch, der dritten Landessprache.

Seit dem Entschluss, die Nationalregisternummer auf dem Personalausweis aufzudrucken, ist diese Nummer fest an eine Ausweisnummer gekoppelt, die ebenfalls nur einmal pro Bürger vergeben wird. Das wurde zum Problem für die königliche Familie, denn drei verschiedene Personalausweise haben logischerweise nicht die gleiche Kartennummer.

Der Wohnsitz von Albert, Paola und Fabiola ist in Laken. Diese Gemeinde gehört zu Brüssel. Jahrelang hat die Stadt Brüssel zusammen mit dem belgischen Innenministerium und einem Informatikunternehmen nach einer Lösung gesucht. Inzwischen war sogar das Gültigkeitsdatum der alten "Papier"-Dokumente der drei Mitglieder des Königshauses abgelaufen.

Letztes Jahr wurde der damaligen Außenministerin Annemie Turtelboom ein erster Lösungsvorschlag präsentiert, aber sie hatte sich geweigert, zu unterschreiben, weil die Kosten hierfür viel zu hoch gewesen wären (200.000 Euro). Letztlich haben Brüssel und das Innenministerium eine technische Lösung gefunden.

Fabiola, Albert und Paola bekommen ihren neuen elektronischen Personalausweis vor Ende dieser Woche, die Familien von Philippe und von Prinzessin Astrid wahrscheinlich vor den Kommunalwahlen. Für Prinz Laurent und Prinzessin Claire gibt es keine Probleme: Sie wohnen in Tervuren und ihre Dokumente werden also allein auf Niederländisch ausgestellt.