Sängerin Gladys soll abgeschoben werden

Das Ausländeramt hat am Freitagmorgen einen Versuch unternommen, die Sängerin von La Sonora Cubana in ihre Heimat abzuschieben. Die Kubanerin Gladys Hernandez war für mehrere Konzerte in unser Land gereist.

Nach diesem ersten misslungenen Versuch der Abschiebung der Sängerin ist für Sonntag ein erneuter Flug vorgesehen, aber Gladys weigere sich, in ihre Heimat zurückzukehren. Das teilte der Anwalt Ivo Flachet am Freitag der Nachrichtenagentur Belga mit.

Die Sängerin sitzt seit dem 29. August in der geschlossenen Unterkunft von Steenokkerzeel, obwohl sie ein gültiges Visum und alle nötigen Papiere besitzt. Bei Ankunft in unserem Land hatte die Frau 600 Euro in ihrer Tasche und ihr Manager erwartete sie in Zaventem. Trotzdem wird sie seit zwei Wochen festgehalten. Das Ausländeramt verweigert ihr den Zugang zu unserem Land.

Am Freitagmorgen gegen 5 Uhr wurde die Frau dann zum Flughafen von Zaventum gebracht, um dort ein Flugzeug zu besteigen. Gegen halb zehn Uhr sei sie aber wieder nach  Steenokkerzeel zurückgekehrt, heißt es.

"Diese Situation ist inakzeptabel. Wir haben um eine offizielle Unterredung gebeten. Dabei werden wir die unmittelbare Freilassung von Gladys fordern. Dieser Freiheitsentzug ist respektlos, nicht nur für Gladys, sondern auch für alle Künstler aus der Dritten Welt. Das ist eine Schande für Belgien. Ein Visum ist ein Visum", so Flachet noch.

Am heutigen Freitag um 14 Uhr spielt Sonora Cubana vor dem Kabinett der Staatssekretärin für Asyl und Migration, Maggie De Block und um 15.30 Uhr vor der geschlossenen Einrichtung in Steenokkerzeel.