230 Krawallmacher in Antwerpen festgenommen

Bei den Ausschreitungen, zu denen es bei einer nicht genehmigten Demonstration gegen den Mohammed-Film kam, sind am Samstag im Stadtteil Borgerhout 230 Jugendliche festgenommen worden.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist es in Borgerhout jedoch ruhig geblieben.

Sharia4Belgium steckt hinter den Krawallen

Radikale muslimische Jugendliche hatten per SMS zum Protest gegen das US-amerikanische Hassvideo aufgerufen. Eine Demonstrationserlaubnis hatten sie von der Gemeinde nicht erhalten.

Die Polizei nahm 230 Jugendliche fest. Volljährige Krawallmacher erhielten eine kommunale Sanktion, minderjährige eine so genannte "combitaks", wobei gegen die Eltern ein Bußgeld von 100 Euro verhängt wird, wenn ihr Kind kleinere Straftaten begeht. Melden die Eltern sich zu einem Gespräch, wird die Geldbuße aufgehoben.

Ausgebrochen waren die Krawalle nachdem die umstrittene extremistische Islamorganisation Sharia4Belgium (Archivbild) über einen SMS-Bericht dazu aufgerufen hatte. Auch über Facebook trommelte sie ihre Anhänger zu dem verbotenen Protest zusammen. Das wurde von der Antwerpener Polizei bestätigt.

Ihr Anführer war in der Vergangenheit bereits wegen seiner Hasstiraden verurteilt worden.

Mittelstandsvereinigung: kein Verständnis

Die Mittelstandsvereinigung Unizo reagierte entrüstet auf den Ausbruch der Krawalle, insbesondere während eines Volksfests, unter dem Vorwand gegen den amerikanischen Mohammed-Film protestieren zu wollen.

Eigenen Berichten zufolge soll Unizo bereits E-Mails von empörten muslimischen Unternehmern erhalten haben, die befürchten, dass diese Hitzköpfe ihr Viertel weiter verunsichern, wenn nichts geschehe.