Herstappe kennt schon Wahlergebnis vom 14.10.

In den knapp 600 belgischen Gemeinden wird am 14. Oktober ein neuer Gemeinderat gewählt, nur in Herstappe in der Provinz Limburg nicht. In Belgiens kleinster Gemeinde gibt es nämlich nur eine Partei, die eine Liste einreicht. Damit ist Herstappe die einzige Gemeinde, die keine Kommunalwahlen organisiert.

Sieben Kandidaten, fünf von Herstappe 2000 und zwei von der Oppositionspartei Gemeentebelangen, sind breit, den neuen siebenköpfigen Gemeinderat zu bilden. Die Bürger können also gar keine Wahl treffen. In so einem Fall sieht die flämische Aufsichtsbehörde vor, dass nicht gewählt werden muss.

Serge Louwet, der heutige Bürgermeister, ist Spitzenkandidat auf dieser einzigen Liste und wird also auch nach dem 14. Oktober  wieder Bürgermeister sein.

Die 70 Wahlberechtigten der insgesamt 87 Einwohner von Herstappe müssen trotzdem ins Wahllokal, weil auch Provinzwahlen statt finden.

Auch in Onhaye in Namur gibt es nur eine Liste, die zur Wahl steht. Hier müssen die Einwohner aber schon zur Urne gehen und einen Gemeinderat wählen.

Nach dem wallonischen Wahlrecht wird der Bürgermeister von den Bürgern gewählt. Bürgermeister wird in den wallonischen Gemeinden automatisch der Kandidat mit den meisten Stimmen auf der stärksten Liste.