20 €/Tag für Mann aus Haltert von Gemeinde

Der Einwohner der ostflämischen Gemeinde Haaltert hatte vor Gericht Klage eingereicht und von seiner Gemeinde gefordert, 13 alte Wanderwege wieder zugänglich zu machen. Der Richter gab dem Kläger Recht und verurteilte die Gemeindebehörden zu einem Zwangsgeld von 20 € pro Tag.

Der Richter wies die Gemeindebehörden an, binnen vier Monaten 13 Wanderwege oder Fußpfade wieder begehbar zu machen. Die Gemeinde unterließ es aber, sich dem richterlichen Urteil zu fügen und legte Berufung ein. Der streitbare haalterter Bürger bekam jedoch auch in höherer Instanz Recht.

 

Ein hübsches Sümmchen

Inzwischen hat die Gemeinde bereits 14.000 € Zwangsgeld an ihren Bürger gezahlt.

Das Maß ist voll, so Bürgermeister Roger Coppens (Open VLD). Die Gemeinde habe Klage beim Kassationsgericht eingereicht, um das Urteil aufheben zu lassen.

"Es geht auf keine Kuhhaut, dass ein Einwohner sich auf Kosten der Gemeinde bereichert. Ein Skandal, finden wir!"

Der Haalterter aber bleibt stur. Er besteht darauf, dass die Gemeinde ihren Pflichten nachkommt und die als Weide- oder Ackerland genutzten Wege wieder zugänglich macht.