Belgier und Afghanen: keine gemeinsamen Missionen mehr

Das Kommando der NATO-Friedensmacht in Kundus hat beschlossen, die belgischen Soldaten nicht mehr gemeinsam mit afghanischen Kollegen auf Mission zu senden. Vor Kurzem sind mehrere Anschläge von afghanischen Soldaten auf NATO-Truppen verübt worden.

Im Süden Afghanistans haben afghanische Soldaten in den vergangenen Wochen mehrmals das Feuer auf ausländische Truppen eröffnet, die mit ihnen patrouillierten.

Aus diesem Grund wird die Zusammenarbeit mit den Afghanen vorläufig heruntergefahren.

Diese Maßnahme betrifft auch die belgischen Soldaten in Kundus im Norden. Die Belgier bilden afghanische Truppen aus. In der Kaserne wird die Ausbildung zwar fortgesetzt, aber nicht länger während der Einsätze im Gelände.

Das belgische Verteidigungsministerium teilte mit, dass die Militärs nur nach ausdrücklicher Genehmigung der regionalen Kommandostelle der ISAF ihre Kollegen noch begleiten dürften.

Die Belgier, die den Flughafen von Kabul bewachen (hier bei der Ankunft von Barack Obama im Mai 2012), und ein Kontingent in Kandahar im Süden sind von der Maßnahme nicht betroffen.

2014 will die NATO ihre gesamten Truppen aus Afghanistan abziehen und den Kampf gegen die Taliban der afghanischen Armee überlassen.