"Übernahmeangebot für Telenet ist Anerkennung"

Duco Sickinghe, der CEO von Telenet, betrachtet das Übernahmeangebot der amerikanischen Gruppe Liberty Global als Anerkennung für die Leistungen des Unternehmens." Für die Kunden ändert sich kurzfristig nichts.

Telenet und Liberty Global arbeiten bereits in vielen Bereichen eng zusammen, so der Telenet-CEO: eine Zusammenarbeit, die in Zukunft noch verstärkt wird.

Liberty Global ist einer der größten Breitbandtechnologie-Anbieter in den USA. Das Unternehmen ist in 13 Ländern, darunter 11 europäische aktiv.

Die amerikanische Gruppe besitzt gegenwärtig 50,04 % der Aktien und will auch die restlichen Aktien übernehmen.

Für eine Aktie will Liberty Global 35 Euro zahlen. Für die restlichen Aktien liegen 1,96 Milliarden Euro in Bar bereit. Telenet analysiert das Übernahmeangebot vorläufig noch.

"Schade, dass Telenet in US-Hände fällt"

Der Dachverband der flämischen Privatanleger bedauert die geplante Übernahme, so der Vorsitzende Paul Huybrechts: "Für ein derart strategisches Unternehmen wie Telenet in Flandern und in Belgien ist es keine gute Sache, wenn die Entscheidungen jetzt in den USA getroffen werden."

Auch der flämische Ministerpräsident Kris Peeters (CD&V) reagierte mit gemischten Gefühlen. Er hofft, dass die neuen amerikanischen Unternehmensleiter weiterhin in Technologie und Beschäftigung investieren werden.