Blankenberge will weg vom Proleten-Image

Bürgermeister Patrick De Klerck (Open VLD) will das Image der Badestadt aufpolieren. Viele Leute glauben, so De Klerck, dass Blankenberge marginal sei und nur sozialschwache Touristen anziehe. Eine Imagekampagne soll das ändern.

Klischees über Blankenberge gibt's in Hülle und Fülle: Verarmt soll die Küstenstadt sein, Anlaufstelle für die unteren sozialen Schichten und lautstarke Antwerpenern aus dem volkstümlichen Sint-Anneke-Viertel, kulturell beschränkt auf die Schlagershow "Tien om te zien" und sonstige anspruchslose Unterhaltung.

Das stimmt nicht mehr ganz, reagierte Blankenberges Bürgermeister Patrick De Klerck heute in Het Nieuwsblad: "In den letzten 20 Jahren hat sich hier viel verändert."

Trotzdem hat die Stadt sich die Unterstützung von "Flanders District of Creativity" gesichert, ein Think-Tank, der ihr ein neues Image verpassen soll.

Imageberater Marc Fauconnier reagierte auf das Vorhaben der Stadt im Regionalfunk und hob hervor, dass die Ausstrahlung, die eine Stadt verspricht, auch in der Realität standhalten muss. "Im Grunde muss eine Stadt sich an Ort und Stelle um Verbesserungen kümmern: verkehrsberuhigte Straßen, freier Raum, ..." Auch die Teilnahme an Kulturveranstaltungen, wie Beaufort könne Blankenberges Ausstrahlung heben.