Mohammed und Joris suchen ein Haus: Joris gewinnt

Das Forum reagierte auf Mietanzeigen für Häuser in Gent und Antwerpen, mal als Mohammed und Khadija, mal als Joris und Nathalie. Paare, die als arabisch ausgemacht werden können, hatten 50 % weniger Erfolg bei der Wohnungssuche.

Bei der Suche nach einer Mietwohnung hatte das Forum für die beiden fiktiven Paare den gleichen Lohn und Familienstand angegeben. Lediglich die Vor- und Nachnamen waren unterschiedlich.

"Diese Tests deuten einen beunruhigenden Trend an", stellt das Minderheitenforum fest.

"Diskriminierung wird stillschweigend geduldet, aber es wird nichts unternommen."

Die Zahlen bestätigen das Gefühl vieler ethnischer und/oder kultureller Minderheiten, diskriminiert zu werden.

Naima Charkaoui vom Forum hat die Städten und Gemeinden aufgerufen, etwas gegen diese Diskriminierung zu unternehmen.

Nicht nur Flandern oder der Bund müssen eine Antidiskriminierungspolitik ausarbeiten. Auch auf lokaler Ebene gibt es Handlungsbedarf. Wer diskriminiert, so Charkaoui , verstößt gegen ein Gesetz. Die lokale Polizei muss auch dagegen auftreten."