2011: Zunahme der Kriminalität in Brüssel

Die Kriminalitätszahlen im Jahr 2011 in der Brüsseler Innenstadt, dem Europaviertel und im Louizaviertel sind im Vergleich zu 2010 um 14,33 Prozent gestiegen. Das schreibt die französischsprachige Zeitung La Dernière Heure am Samstag. Sie basiert sich dabei auf Entwürfe für den Jahresbericht 2011 der Polizeizone Brüssel-Elsene.

Der Brüsseler Marktplatz und Umgebung sowie die Nieuwstraat und der Zavelplein vereinen 39 Prozent der Vergehen im gesamten Bezirk. Insgesamt sind hier 5.379 Vergehen im Jahr 2011 registriert worden. 2011 wurden 771 Fälle mehr als im Jahr davor gemeldet. Das ist eine Zunahme um 16,7 Prozent. Diebstähle machen 38,61 Prozent aller Verstöße aus.

In der Gegend der noblen Einkausfsstraße Louizalaan stieg die Kriminalität um 267 (+29 Prozent) auf 1.167 Vergehen an. Einbrüche in Autos kommen dort am häufigsten vor. Mit 905 Straftaten blieb es im Europaviertel 2011 hingegen relativ ruhig.

"Das eigentliche Problem in Brüssel besteht darin, dass viele Vergehen juristisch nicht weiterverfolgt werden, was wiederum ein Gefühl der Straffreiheit mit sich bringt. Das ist inakzeptabel es wird Zeit, dass die Regierung die Justiz verstärkt", reagierte am Samstag der Brüsseler Bürgermeister Freddy Thielemans nach der Veröffentlichung der Kriminalitätsstatistik in der Presse.