Belgische Entwicklungshilfe sinkt stark

2011 ist die belgische Entwicklungshilfe um insgesamt 13 % zurückgegangen. Dieser starke Rückgang wird in einem Bericht der Vereinten Nationen festgehalten, der die Fortschritte bei der Erfüllung der Millenium-Ziele misst.

Die 23 Geberländer im oben genannten Bericht haben 2011 insgesamt 102 Milliarden Euro Entwicklungshilfe bereit gestellt.

Besonders stark gekürzt wurde die Entwicklungshilfe in Griechenland (39 %) und Spanien (33 %), da diese Länder in einer schweren Finanzkrise stecken. Gefolgt von Österreich (14 %) und Belgien (13 %), die insbesondere Schulden erlassen haben.

Lediglich Schweden, Norwegen, Luxemburg, Dänemark und die Niederlanden haben mehr Mittel für die Entwicklungshilfe als die vereinbarten 0,7 % des BIP ausgegeben. Allerdings haben die Niederlanden ihre Absicht erläutert, die Mittel zu kürzen.

Der Vorsitzende der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, sagte, dass die andauernde Wirtschaftskrise sich auf die internationale Entwicklungszusammenarbeit auswirkt: "Aber Steuereinsparungen sollten nicht auf Kosten der Armen getroffen werden."