Montag: Lkw-Fahrer protestieren in Brüssel

Am Montag werden die belgischen Lkw-Fahrer in Brüssel gegen das "Sozialdumping aus Osteuropa" protestieren. Es ist mit Staus auf den Zufahrtswegen in die Hauptstadt zu rechnen. Die Stoßzeiten sollen von der Protestaktion verschont bleiben.

Die Lkw-Chauffeure fahren um 11 Uhr los und werden ihre Geschwindigkeit auf 50 km/h begrenzen.

Keine Störung des normalen Verkehrs

Sie treffen sich gegen 10 Uhr auf den Autobahnparkplätzen vor Brüssel, d. h. in Wetteren, Everberg, Waarloos, Perwez und Nivelles. Je Parkplatz wird mit ca. 20 Lastkraftwagen gerechnet, die gegen 11 Uhr aufbrechen und um ca. 12.15 Uhr auf dem Heysel im Norden von Brüssel ankommen werden. Die Lkw-Fahrer rufen auch die nicht protestierenden Kollegen auf, sich an der Aktion zu beteiligen, beispielsweise durch Hupkonzerte.

Die Organisatoren der Protestkundgebung haben sich bewusst dafür entschieden, den Berufverkehr nicht zu behindern. Nach den geplanten Reden werden die Lkw-Fahrer in verschiedenen Etappen Brüssel wieder verlassen.

Die Mobilitätsorganisation Touring erwartet die größte Verkehrsbelastung auf dem Brüsseler Ring. Autofahrer sollten die Umgebung des Heizel-Ausstellungsgeländes besser vermeiden.

Osteuropäische Konkurrenz

Am Freitag hatten bereits 500 Lkw-Chauffeure sich für die Teilnahme an der Protestaktion registriert.

Sie klagen über die Konkurrenz osteuropäischer Chauffeure, die ihnen aufgrund niedrigerer Löhne die Arbeit wegnehmen. Osteuropäische Trucker arbeiten für die Hälfte oder weniger, sodass belgische Chauffeure den Auftrag oder sogar die Stelle verlieren, sagt die sozialistische ABVV-BTB-Gewerkschaft.