Brüssel: 69 Belästigungsbußgelder in 3 Monaten

Seit der Einführung der so genannten Belästigungsbußgelder vor drei Monaten hat die Polizei schon 69 Mal einen Bußgeldbescheid ausstellen müssen. Mit den Bußgeldern soll gegen die Gewalt gegen Homosexuelle und gegen die sexuelle Belästigung von Frauen in der belgischen Hauptstadt vorgegangen werden.

Diese Sanktionen wurden eingeführt, nachdem es zu einer Häufung von Übergriffen auf Schwule in der Hauptstadt gekommen war. Auch der viel diskutierte Dokumentarfilm "Femme de la rue", der den Sexismus auf der Straße kritisiert, hat zur Einrichtung eines solchen Bußgeldbescheides in Brüssel beigetragen.

Innerhalb von drei Monaten sind also schon 69 Strafzettel ausgestellt worden. Das hat der Brüsseler Bürgermeister Freddy Thielemans (PS) auf der Gemeinderatssitzung bekannt gegeben. Detailangaben zu den Bußgeldern, zum Beispiel in wie vielen Fällen es zu Übergriffen auf Homosexuelle gekommen ist und wie häufig Frauen sexuell belästigt wurden, hat der Bürgermeister nicht gemacht.