Neue Aufgaben für die Belgier im Libanon?

Verteidigungs-Minister Pieter De Crem (CD&V) hat den belgischen Soldaten im Libanon einen Kurzbesuch abgestattet. De Crem, der auf dem Weg zu einem EU-Gipfel nach Zypern war, legte eine Zwischenlandung ein. Die Belgier entschärfen im Libanon Minen.
Verteidigungsminister Pieter De Crem besuchgt "unsere Jungs" im Libanon

Rund 100 belgische und einige luxemburgische Soldaten suchen und entschärfen seit 2006 entlang der so genannten "blue line“, das ist die Demarkationslinie zwischen dem Libanon und Israel, Minen und Blindgänger.

Die Minenräumer sind Teil der UN-Mission UNIFIL. Verteidigungsminister De Crem und sein luxemburgischer Amtskollege Jean-Marie Halsdorf hatten ihre Landsleute an der "blue line“ besucht, als sie auf dem Weg zu einem informellen EU-Gipfel der europäischen Verteidigungsminister auf Zypern (das Land führt derzeit den EU-Vorsitz) waren.

Der Auftrag der belgischen und luxemburgischen UNIFIL-Soldaten läuft im Februar 2013 aus, doch eine Verlängerung dieser Mission ist im Bereich des Möglichen. Dazu werden derzeit Gespräche mit den Regierungen Libanons und Israels geführt.

Doch noch wollen sich die Vereinten Nationen nicht festlegen. Für den belgischen Verteidigungsminister bedeutet der Termin Februar 2013 auf jeden Fall kein definitives Ende der Mission. Er sprach von einem "offenen Ende“ und von einer eventuellen Anpassung des Auftrag in Richtung einer "Schutzmission“.