Brussels Airlines muss Verluste kompensieren

Das Personal von Brussels Airlines (BA) muss sich kurzfristig auf Einsparungen einstellen, denn die belgische Fluggesellschaft erlitt hohe Verluste und kündigte Einsparungen an. Von Entlassungen war bei einer Betriebsversammlung aber keine Rede.

Als die Arbeitnehmervertreter der belgischen Fluggesellschaft am Donnerstag zu einer Betriebsratssitzung geladen waren, kochte die Gerüchteküche in Sachen drohende Kündigungen fast über. Brussels Airlines kämpft mit Verlusten von etwa 80 Mio. € und muss dementsprechend Einsparungen vornehmen.

Die Zahl von bis zu 700 drohenden Entlassungen machte die Runde, sowohl beim Boden-, als auch beim Kabinenpersonal und bei den Piloten. Doch die Geschäftsführung bei Brussels Airlines dementierte umgehend die Gerüchte zu den Kündigungen, forderte aber von den Mitarbeitern mehr Flexibilität ein. Einzelheiten zu den geplanten Veränderungen bei der Airline wurden vorerst nicht bekannt, doch der Verwaltungsrat der Gesellschaft beugt sich seit Freitag über Umstrukturierungsmaßnahmen.

Brussels Airlines fliegt Verluste durch die vergleichsweise hohen Flugtickets ein. An den effektiven Fluggastzahlen liegt es nicht. Vor allem im Bereich Fernflüge - Brussels Airlines‘ Spezialgebiet ist Afrika - sind die Maschinen ausgelastet. Doch im europäischen Kurzstreckenverkehr und im Charterbereich kann BA mit den niedrigen Preisen von z.B. Easy Jet oder Ryanair nicht mithalten und verliert so an wichtigen Einnahmen.