Meisten Ausländer in Flandern sind Niederländer

Die meisten Ausländer lassen sich in flämischen Grenzgemeinden wie Harmont-Achel und in Städten wie Antwerpen oder Zaventem (Flughafen) nieder. Neben so genannten "Ex-Pats", die bei internationalen Institutionen oder Firmen arbeiten, zählt Flandern auch viele Einwohner mit Migrationshintergrund aus Marokko, Polen, der Türkei oder Spanien.

Aus Statistiken der flämischen Behörden geht hervor, dass die Anzahl Nichtbelgier in den Gemeinden innerhalb der letzten 10 Jahre gestiegen ist: Zwischen 2000 und 2011 wächst ihr Anteil von 49,3 auf 63,5 pro Tausend.

 

 

Rekordhalter: Grenzgemeinden in Limburg

Die drei ersten Plätze werden, in absoluten Zahlen, von Antwerpen, Leuven und Gent belegt (jeweils 163/142/109 Nichtbelgier auf 1000 Einwohner).

In relativen Zahlen verzeichnen flämische Gemeinden im Brüsseler Rand weitaus mehr nichtbelgische Bürger: Gemeinden wie Kraainem (286/1000), Tervuren (253) und Zaventem (183) haben einen noch größeren Anteil ausländischer Einwohner.

Den Rekord schlagen die Grenzgemeinden in der Provinz Limburg: In Baarle-Hertog ist heute jeder zweite Einwohner aus den Niederlanden.

Auf dem zweiten Platz liegt Hamont-Achel (477 Nichtbelgier/1000 Einwohner - Foto unten), gefolgt von Ravels (300) sowie Lanaken (289) in der Nähe von Maastricht.

Bürgermeister Theo Schuurmans von Hamont-Achel erklärt den Zuzug der Niederländer so: Vor gut 30 Jahren kamen sie wegen des Philips-Werks in Eindhoven hier wohnen. Die Wohnungspreise waren hier merklich günstiger. Außerdem wohnen die Belgier "schöner und größer". "

Gegenwärtig hat die Grenzregion etwas an Attraktivität verloren, auch weil Wohnen in den Niederlanden steuerlich interessanter geworden ist."

 

Attraktivität von Zaventem:

Die flämische Gemeinde im Osten von Brüssel, in der auch Brussels Airport und zahlreiche internationale Unternehmen etabliert ist, zählt 20 % Ausländer, die meisten davon sind Expats. Von den 30000 Einwohnern in Zaventem besitzen 6000 eine andere Staatsangehörigkeit.

Engländer, Deutsche und US-Amerikaner trifft man in Zaventem besonders häufig an.

 

 

Antwerpen: jeder Fünfte ist Nichtbelgier

Von den 506000 Antwerpenern haben 99000 nicht die belgische Staatsangehörigkeit. Die meisten davon (15000) sind Niederländer. Ihr Beweggrund, um in die Scheldestadt zu ziehen: mehr Wohnfläche und günstigere Preise.

Gut vertreten sind auch die Marokkaner, Polen, Türken und Spanier. Antwerpens große Anziehungskraft ist der Hafen.