"Dwars door Rode" fordert flämischen Rand

In der flämischen Gemeinde Sint Genesius Rode, die seit Jahren von einer französischsprachigen Mehrheit im Rathaus verwaltet wird, haben das "Taal Aktie Comite" und die "Vlaamse Volksbeweging" gegen die Zugeständnisse an die französischsprachigen Einwohner demonstriert.

Hunderte Sympathisanten hatten sich am Sonntag zu einem Protestmarsch in Sint Genesius Rode eingefunden.

Die Demonstranten betrachten "Rode" als eine Symbolgemeinde für die Unzulänglichkeiten der jüngsten Staatsreform.

 

Im September hatte die Gemeinde nicht die Zustimmung erteilt, um den Start und die Ankunft der alljährlichen flämischen Fahrradtour "Gordel" durch die flämischen Gemeinden im Süden von Brüssel zu veranstalten. Mit dem sehr beliebten Radausflug wollen die Flamen den flämischen Charakter dieser Orte unterstreichen, in denen zahlreiche französischsprachige Einwohner leben.

Die Demonstranten werfen Sint Genesius Rode darüber hinaus vor, Wahlaufforderungen in Französisch für die bevorstehenden Kommunalwahlen versendet zu haben. Obschon wenige Wochen zuvor bereits Wahlaufforderungen in Niederländisch vom flämischen Innenminister an die Einwohner von Rode gegangen waren.

Die Teilung des zweisprachigen Wahlkreises Brüssel-Halle-Vilvoorde im Zuge der jüngsten Staatsreform habe die Lage in den Fazilitätengemeinden nicht befriedet, so die flämischen Vereinigungen. Anstatt die Fazilitäten abzubauen, habe man sie untermauert und endgültig gemacht.