Kliniken suchen dringend Onkologen

In den kommenden Jahren wird die Zahl der Krebserkrankungen steigen. Aus diesem Grunde warnen Mediziner vor einem Mangel an Fachärzten. Schon jetzt würde rund ein Dutzend Krankenhäuser in Belgien zusätzliche Onkologen suchen.

Manon Huizing von der Universitätsklinik Antwerpen läutet die Alarmglocken: In Belgiens Krankenhäusern mangelt es an Onkologen. Die Medizinerin warnt im Bereich der Krebsbehandlung, dass diese Art der Erkrankung in den kommenden Jahren deutlich zunehmen wird. Doch offenbar seien die Krankenhäuser in Belgien dem Problem des entsprechenden Ärztemangels schon jetzt nicht mehr gewachsen.

Dr. Huizing gab gegenüber der flämischen Tageszeitung Het Laatste Nieuws an, dass in rund einem Dutzend belgischen Krankenhäusern Onkologen bis zu 30 Patienten pro Tag gleichzeitig behandeln müssten. Sie ruft dazu auf, endlich Maßnahmen zu ergreifen, um die Qualität der Krebsbehandlung in Belgien nicht zu beeinträchtigen.

Nicht nur Manon Huizing von der Antwerpener Uniklinik hat das Problem erkannt. Ihr Kiollege,, Prof. Simon Van Belle von der Uniklinik in Gent sagte am Mittwochmorgen gegenüber der VRT-Nachrichtenredaktion: "Ich habe derzeit eine Liste von 10 Krankenhäusern, die dringend einen Onkologen suchen. Das bedeutet, dass diese offenen Stellen bereits seit mehr als einem Jahr unbesetzt sind.“

Eine entsprechende Liste von offenen Stellen für Onkologen an belgischen Krankenhäusern auf der Webseite derBelgian Society of Medical Oncology (BSMO) wird immer länger. Akut ist das Problem beim Brugman-Krankenhaus in Brüssel, beim Marienkrankenhaus in Overpelt (Provinz Limburg) und beim AZ Turnhout (Provinz Antwerpen).