Sieben Terrorverdächtige verhaftet

Die belgische Bundespolizei hat am Mittwochmorgen sieben Terrorverdächtige verhaftet. Gegen die Verdächtigen - Belgier, Marokkaner und Afrikaner - wurde Haftbefehl erlassen. Sie stehen im Verdacht, Al Shahaab anzugehören.

Der Fall kam im August 2011 ins Rollen, als an der Grenze zu Somalia ein Mann mit belgischer Nationalität aufgegriffen wurde, der Mitglied der Al Kaida-nahen Terrorbewegung Al Shahaab sein soll. Diese radikale Bewegung will aus Somalia einen islamistischen Gottesstaat machen.

Nach Verhören des Mannes wurde deutlich, dass sich in Brüssel eine Zelle gebildet hatte, die moslemische Jugendliche für den islamistischen Terror in afrikanischen Ländern anwerben und ausbilden soll. Mehrere Indizien führten jetzt zur Verhaftung von insgesamt sieben Verdächtigen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Brüssel handelt es sich bei den verhafteten Männern um einen Belgier, um Personen mit marokkanischer Staatsangehörigkeit und um Männer aus verschiedenen afrikanischen Ländern. Bei Hausdurchsuchungen in den Brüsseler Stadtteilen Vorst, Sint Gillies, Molenbeek, Ukkel und Sint-Pieters-Woluwe im Zuge der Verhaftungen wurden unter anderem Computer und verschiedene Dokumente beschlagnahmt.

Im vergangenen Monat wurden in einem ähnlichen Zusammenhang schon einmal mehrere Personen verhaftet. Am vergangenen Wochenende wurde auch in Frankreich eine Terrorzelle ausgehoben. Dort wurden Anschläge auf Ziele im eigenen Land anvisiert, u.a. jüdische Einrichtungen. Bei den Verhaftungen war einer der Verdächtige n von der französischen Polizei erschossen worden.