N-VA betont Veränderungswillen

Rund 2.000 Kandidaten und Mitglieder der flämischen Nationalisten N-VA haben sich am Samstag in Antwerpen zu einem letzten Treffen vor den Kommunalwahlen am Sonntag getroffen. Der Vorsitzende der Partei, Bart De Wever, wiederholte, dass eine Stimme für seine Partei eine eindeutige Proteststimme gegen die belgische Regierung von Elio Di Rupo sei.

Mag sein, dass die N-VA national die größte Partei ist, in den flämischen  Gemeinden ist die Partei nur ein kleiner Akteur. Die Herausforderung der N-VA  am Sonntag ist, auch auf lokaler Ebene ein wichtiger Spieler zu werden.

Mit einer Kampagne, die "Veränderung" in den Mittelpunkt stellt, distanziert sich die N-VA von den traditionellen Führungsparteien CD&V, SP.A und Open VLD, die auch Teil der belgischen Regierung sind.

Auf dem Treffen, das eher einem Kongress des Beifalls glich, wurden die Kandidaten noch einmal mit Reden von Spitzenpolitikern der fünf Provinzhauptstädte, mit Humor des Kabarettisten Dirk Denoyelle, der Di Rupo imitierte und mit einer Schlussrede von De Wever "aufgeladen".

Der N-VA-Vorsitzende, der von seinen Anhängern drei Mal ein standing ovation bekam, hob noch einmal die nicht-traditionelle Parteibotschaft hervor. Die Flamen könnten ein eindeutiges Signal an die Regierung senden: "Wir haben die Nase voll. Wir sind es leid, als Melkkuh benutzt zu werden. Wir haben genug vom föderalen Stillstand. Wir akzeptieren das wirtschaftliche malgoverno (Misswirtschaft) nicht mehr."

"Morgen kann der Wähler entscheiden, einen neuen lokalen Wind wehen zu lassen. Um die Übermacht bestimmter Parteien zu brechen. Um den Menschen, die dachten, dass sie für immer an der Macht seien, zu verklickern, dass die Menschen Veränderung wollen", sagte De Wever. Die N-VA vertraut auf ein gutes Ergebnis am Sonntag. "Morgen beginnt die Veränderung", schloss De Wever noch.