Kommunalwahlen: Erste Ergebnisse

Um 15 Uhr haben die Wahllokale in unserem Land, in denen elektronisch gewählt wird, ihre Türen geschlossen. Eine Ausnahme bildet Brüssel. Dort sind sie noch bis 16 Uhr geöffnet. Bereits um 13 Uhr hatten die Wahllokale zu, in denen mit Stift und Papier gewählt wurde. Inzwischen sind auch die ersten Ergebnisse bekannt.

Es handelt sich um eine Handvoll sehr partielle Ergebnisse aus kleineren Gemeinden und zumeist ist auch nur ein Wahllokal ausgezählt. Außerdem spielen örtliche Parteien und Themen eine Rolle in diesem Wahlkampf. 

Was jedoch auffällt bei diesen ersten Ergebnissen, ist der gute Stand der N-VA und das also in einigen ländlichen Gemeinden ohne nationale Bürgermeisterkandidaten. Dort holt die Partei doch 15 und einen Spitzenwert von sogar 24 Prozent. Dieser Gewinn scheint in erster Linie auf Kosten des rechtsextremen Vlaams Belang zu gehen, der in den ersten Ergebnissen starke Verluste einstecken muss.

Auch die flämischen Christdemokraten von CD&V, die jetzt ohne Kartellpartner antreten, zeigen in den ersten Ergebnissen Anzeichen von Verlusten und sind soagr rund ein Drittel ihrer Stimmen in Deerlijk und Sint-Lievens-Houtem los. Ein gemischtes Bild zeigt sich für die flämischen Liberalen Open VLD: Ein Verlust an einigen Orten, in denen die Partei in der Opposition sitzt und ein bescheidener Gewinn von einem Platz dort, wo die Partei in der Mehrheit sitzt. Die flämischen Sozialisten SP.A scheinen in den ersten Ergebnissen ihre Stellung gut zu verteidigen, bis auf eine Ausnahme: In der roten Hochburg Menen (Westflandern) muss die Partei ganz schön Federn lassen, dennoch bleibt die SP.A dort mit dem Bürgermeister immer noch die größt Partei.

Es ist natürlich noch zu früh für endgülitge Schlussfolgerungen, aber die N-VA schneint gut abzuschneiden. Die N-VA war der kleine Bruder des Kartells von 2006 und sie bekommt jetzt, ersten Ergebnissen zufolge, doch einen festen Fuss auf den Boden.